Piktogram Schutzbekleidung

Für viele Arbeiten bedarf es einer speziellen Schutzbekleidung für den Körper.  Gemäss SUVA ist  es jedoch vielerorts noch immer ein Problem, dass keine zu den gegebenen Ansprüchen und Gefahren passende Ausrüstung vorhanden ist. Wichtig ist es ausserdem zu wissen, dass eine reine Arbeitskleidung nicht als Schutzkleidung gilt, weshalb sie nicht für ausreichend Sicherheit am Arbeitsplatz sorgt. Es sollte deshalb vom Arbeitgeber unbedingt dafür gesorgt werden, dass eine Schutzkleidung, die den gängigen Normen entspricht sowie qualitativ hochwertig ist, gestellt wird und somit auch eine hohe Trageakzeptanz bei den Mitarbeitenden begünstigt, was auch dazu beiträgt, dass eine Vielzahl an Berufsunfällen vermieden wird.

Welche Arten von Schutzbekleidung gibt es?

Im alltäglichen Arbeitsfeld sind es vor allem folgende Schutzbekleidungen, die häufig zum Einsatz kommen:

  • Schutz vor Chemikalien
  • Schutz vor Hitze und Flammen
  • Warnschutz

Beispiele für Schutzbekleidung

 

GanzkoerperschutzGanzkörper Schutzanzug

Schutzanzüge, die speziellen EN Normen entsprechen, schützen sowohl vor flüssigen, gasförmigen und teils auch festen Chemikalien. Bei der Qualität von Schutzanzügen ist ein besonderes Augenmerk auf die Nähte und Verbindungen zu legen: sind diese unsauber vernäht bzw. verschweisst, besteht akute Lebensgefahr! Diese Schutzanzüge werden vorrangig  in der chemischen Industrie, der Pharmaindustrie, bei Lackierarbeiten, der Asbestentsorgung oder der Bauindustrie verwendet.

Schweisserschutz

Schweisserschutz

Schweisserschutzanzüge schützen den Träger vor kleineren Metallspritzern und kurzzeitigem Kontakt mit Flammen. Durch die glatte Oberfläche perlen diese ab, ohne dass dem Benutzer Verletzungen durch heisse Partikel zugeführt werden. Arme und Beine müssen gesondert geschützt werden.

Neon Warnschutz Softshelljacke Klasse 3
Neon Warnschutz Softshelljacke Klasse 3

Warnschutz

Sie dienen in erster Linie dazu, den Träger bei jeglichen Lichtverhältnissen gut sichtbar für andere Personen zu machen. Sowohl Reflektoren als auch Warnfarbe und –fläche müssen gewissen Leistungsanforderungen entsprechen. Farblich sind sie in zwei Varianten erhältlich: fluoreszierendes Orangerot und fluoreszierendes Gelb.

 

 

Wovor schützt Schutzkleidung und welche Normen gibt es?

Jede Schutzkleidung unterliegt der EN 340 Norm, welche gleichzeitig die Mindestanforderung darstellt. Da sie besonderen Gefahren und Risiken widerstehen muss, muss die optimale Schutzbekleidung auch besonderen Anforderungen an Material, Nähte und Verbindungen genügen. Wichtig ist zudem, dass ersichtlich wird, wie dicht die Schutzkleidung gegenüber äusseren Einflüssen ist.

Hierzu zählen z.B.:

  • Mechanische Einwirkungen (spitze oder scharfe Gegenstände)
  • Chemische Einwirkungen ( Laugen, Säuren, Basen, Öle, Lösungsmittel, etc.)
  • Biologische Einwirkungen ( Viren, Bakterien und Pilze)
  • Thermische Einwirkungen (Hitze, Kälte, Funken, Flüssigmetall, Flammen, glühende Partikel)
  • Physikalische Einwirkungen (Strahlung, Staub, Nässe)
  • Elektrische Einwirkungen( Berührungsspannung)
  • Verminderte Sichtbarkeit einer Person
  • Witterung

Was ist bei der Auswahl der Schutzkleidung zu beachten?

Da es auf Grund der hohen Anforderungen an Schutzkleidung keine solche gibt, die universell einsetzbar ist, ist es wichtig sehr gut abzuwägen, welche Gefahren und Risiken am Arbeitsplatz vorhanden sind und welche Schutzkleidung sich hierfür individuell eignet.

Zudem muss eine jede Schutzkleidung die notwendigen CE-Kennzeichnungen und europäischen Normen aufweisen. Dies sollten mindestens folgende Eckdaten sein:

  • Herstellername
  • Typenbezeichnung
  • Grössenbezeichnung
  • EN Normen, die erfüllt werden
  • Falls nötig: Piktogramme
  • Pflegehinweise
  • Materialzusammensetzung

 

Fazit

Bei der täglichen Arbeit müssen immer wieder gefährliche Aufgaben erledigt werden, bei denen der Kontakt zu schädlichen Stoffen unvermeidbar ist. Es ist deshalb unverzichtbar, eine geeignete Schutzausrüstung zu tragen, um die Gefahr, sich zu verletzten bestmöglich einzudämmen.

Deshalb sollte Schutzkleidung nach Gebrauch und vor jeder Benutzung auf Beschädigungen wie Risse, Löcher, defekte Nähte oder Schliesselemente untersucht werden. Falls hier etwas nicht korrekt ist, muss die Schutzkleidung unbedingt ersetzt werden, da so kein sicherer Schutz mehr gewährleistet werden kann.

Ist die Prüfung gewissenhaft durchgeführt worden, lässt sich der Arbeitsalltag auf einfache Art sehr viel sicherer gestalten. Achten Sie bitte unbedingt auch darauf, dass sich Ihre Arbeitskollegen diesen Sicherheitsmassnahmen unterziehen, um auch hier die Unfallgefahr zu verringern. Man wird es Ihnen mit Sicherheit danken.

 

 

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