Special Olympics Switzerland – National Summer Games Genf 2018

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Vom 24. bis 27. Mai fanden in Genf die National Summer Games statt.

Die Würth Volunteers
Die Würth Volunteers

Für den Anlass waren rund 1’600 Athletinnen und Athleten angereist, die von 526 Coaches betreut wurden. An 9 Wettkampforten konnten sich die Teilnehmer in 13 Sportarten messen. Zur Betreuung der Teams, eines Standes und in organisatorischen Belangen, halfen 22 Würth Mitarbeiter als Volunteers mit. Pasqualino D‘Ambrosio von Würth AG war einer von ihnen uns hat uns von seinen Erfahrungen und Erlebnissen erzählt.

 

 

Der Wuerth Stand
Der Würth Stand

«Am Donnerstag Vormittag fand das Briefing für die Delegation Liaison (DL) in der Kaserne Vernets statt. Eine DL stand als Informationspunkt der zugewiesenen Teams bereit und unterstützte vor allem die Coaches in allen organisatorischen Belangen.

Alle eingeteilten Volunteers gingen dann Richtung Halleneingang und warteten geduldig auf ihre eingeteilten Mannschaften. Nach und nach kamen die Mannschaften aller Sportarten zum Anmeldetisch und wurden von den entsprechenden DL’s in Empfang genommen.

Ich durfte die Fussball Mannschaft «FC Palme», der «Stiftung zur Palme» aus Pfäffikon ZH, in Empfang nehmen und sie während des ganzen Turniers begleiten.

Mit mehr als 20 Mannschaften in der «Bout-du-Monde» Anlage, traten die Jungs des FC Palme um 9.00 Uhr zum ersten von sechs Spielen an und mussten gleich gegen den späteren Turniersieger «FC Brunau» antreten. Man war bereit! Die Coaches Daniel und Stefan hatten die Spieler einzeln beraten und taktisch gut eingestellt. Es fehlte nur noch der Schlachtruf…»FC PALME»…. und so fing das Spiel an.

…»FC Paaaalmeee»…jetzt geht’s los!
…»FC Paaaalmeee»…jetzt geht’s los!

Mit einer Portion Ehrgeiz, viel Kampfwille und einem guten Zusammenspiel, qualifizierte sich die Mannschaft als gefestigte Einheit für die obere Hälfte.

Die Spieler wurden vor, während und nach den Spielen immer wieder tatkräftig von den Coaches angetrieben. Und so hat die Mannschaft das ganze Turnier über sehr gut gespielt.

Am Ende des Turniers durften die Jungs bei der Siegerzeremonie stolz auf dem Podium stehen, die verdiente Medaille abholen und mit den anderen Mannschaften feiern.

Wer sind die Fussballer des «FC Palme»?

«Laszlo» in Aktion
«Laszlo» in Aktion

Fangen wir gleich mit dem Torhüter Laszlo an, der eigentlich «nur» der Ersatztorhüter war. Der gesetzte Torhüter konnte leider nicht teilnehmen. Wenn Laszlo am Anfang noch zögerlich zum Ball ging, steigerte sich der sympathische Keeper in jedem Spiel und wuchs ab dem zweiten Tag zu einer festen, verlässlichen Grösse. Laszlo arbeitet bei der Stiftung als Koch und kocht auch gerne im privaten Umfeld.

In der Verteidigung standen Roberto und Rico. Roberto, liess als Aussenverteidiger kaum Räume für den Gegner zu. Rico ist der klassische «Libero». Immer wieder wurden gegnerische Schüsse von ihm abgewehrt. Auf ihn konnte sich die Mannschaft verlassen, er  war immer präsent und stand hinten wie ein Fels. In den Pausen erfuhr ich von Robertos Herkunft, nachdem ich ihn gefragt hatte, ob der Name italienischer Abstammung sei. Mit Stolz erzählte er, dass sein Grossvater aus Norditalien komme. Sein Vater verkauft Landwirtschaftsgeräte und in einer Spielpause erklärte er mir die unterschiedlichen Rasenmäher und deren Funktionen, die auf der Anlage standen. Roberto brachte mich mit seinem trockenen Humor jedes Mal zum Lachen.

…Gooool… «Michi» feiert mit der Mannschaft
…Gooool… «Michi» feiert mit der Mannschaft

In der Mitte teilten sich Amir, Michael und Michi, Laurant und der offensivere Teri das Spielfeld.

Amir überzeugte durch sein Zweikampfverhalten und konnte so auch viele Bälle zurückerobern.
Er war bei sämtlichen Spielen immer wieder zum Einsatz gekommen. Da Ramadan Zeit gewesen war und Amir nach streng muslimischen Regeln lebt, hat er tagsüber während all den Spielen und hitzigen Temperaturen weder gegessen noch getrunken. Respekt! Der freundliche Bäcker war der Erste, der ein Foto mit Christa Rigozzi, Botschafterin der Special Olympics, ergattern konnte.

«Rico» beim Torjubel
«Rico» beim Torjubel

Michael ist der perfekte Passgeber im Mittelfeld. Ohne zu zögern leitete er den Ball an die besser positionierten Mitspieler weiter. Michael, der eine Mechaniker-Ausbildung absolviert hat, ist eine ruhige, freundliche Person. Der andere Michael, den alle Michi nennen, ist ein echter Leader. Schon vor den Spielen, leitete er die Aufwärmübungen mit der Mannschaft. Im Feld war er der Motivationsmotor und spornte seine Jungs immer wieder zu Höchstleistungen an, auch wenn sie in Rückstand geraten waren. Michi arbeitet im Palmino -Shop innerhalb der Palm Stiftung und koordiniert das Sortiment des Ladens, hierzu gehören u.a. Produkte die aus dem eigenen Garten kommen.

Laurant studierte die gegnerischen Spielmacher ganz genau. Bei seinen Einsätzen deckte er diese dann konsequent und unterstützte somit die Verteidigung. Der freundliche Baselbieter arbeitet in der Stiftung als Landwirtschaftsgärtner. Trotz harter Feldarbeit besucht er sämtliche Trainingseinheiten. Neben ihm spielte der quirlige, technisch starke Teri. Er war der kreative Kopf im Mittelfeld, der sich offensiv immer wieder positiv in Szene setzen konnte. Wie Laurant, arbeitet Teri ebenfalls als Landwirtschaftsgärtner in der Palm Stiftung.

Fairplay während des Spiels und Handshake nach dem Spiel
Fairplay während des Spiels und Handshake nach dem Spiel

Timo ist der klassische Stürmer. Gross, dribbelstark und immer torgefährlich. Der ehrgeizige Stürmer kam arbeitsbedingt erst einen Tag später an und musste die Mannschaft leider auch einen Tag früher verlassen.

 

 

Letzte taktische Besprechung zwischen «Amir» und Coach «Daniel»
Letzte taktische Besprechung zwischen «Amir» und Coach «Daniel»

Die Coaches, Daniel und Stefan, hatten einen tollen Draht zu den Spielern. Im richtigen Moment, kamen die richtigen Anweisungen. Die Spieler wurden sehr gut gecoacht sowie vor und während des Spiels taktisch richtig aufgestellt. Dies liegt wohl auch in der Funktion der Coaches. Stefan war der coole, ruhige Sozialarbeiter, eigentlich der Organisator des Teams. Immer wieder nahm er seinen Fotoapparat und schoss Fotos seiner Spieler. Übrigens…die hier abgebildeten Fotos hat er geschossen!
Daniel ist der Lautere der Beiden. Er trieb sein Team immer wieder nach vorne, gab lautstarke Anweisungen an seine Spieler und analysierte die Spiel nach deren Ende. Beide waren sehr zuvorkommend und in jeder Hinsicht sehr unkompliziert.

FC Palme – Pfäffikon ZH Links oben – Stefan – Amir – Teri – Michael – Michi – Ricco Lins unten – Roberto – Lino (Volunteer) – Laszlo – Laurant – Daniel
FC Palme – Pfäffikon ZH Links oben – Stefan – Amir – Teri – Michael – Michi – Ricco Lins unten – Roberto – Lino (Volunteer) – Laszlo – Laurant – Daniel

Ich war über die Zuteilung dieser Mannschaft sehr zufrieden. Von Anfang an wurde ich von allen herzlich empfangen und habe die vier Tage nutzen können, diese tollen Persönlichkeiten kennenzulernen. Die Spieler gingen als Teameinheit und als Gewinner nach Hause und zwar nicht nur auf Grund der sportlichen Leistungen auf dem Spielplatz, sondern auch wegen ihrer Einigkeit und Einheit neben dem Feld. Während des ganzen Turniers gab es nie Diskussionen oder Streitigkeiten. Bei Meinungsverschiedenheiten wurde alles sachlich ausdiskutiert! Der Sport und Spassfaktor stand hier immer im Vordergrund. Da können sich viele Fussballmannschaften eine Scheibe abschneiden!

Die Siegerehrung
Die Siegerehrung

Es war eine beeindruckende Veranstaltung vollgepackt mit Ereignissen, Emotionen und Freundschaft. Diese Veranstaltung wird wohl nicht nur mir, sondern hoffentlich auch der FC Palme Mannschaft und allen anderen Athleten als etwas ganz Besonderes in Erinnerung bleiben.

 

 

“ Ich freue mich auf die nächsten Special Olympics in der Schweiz!“

Pasqualino D‘Ambrosio


Weitere Informationen unter:

http://www.palme.ch/

https://specialolympics.ch/

 

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